Impressum

29. März 2017

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Angaben gemäß § 5 TMG:
Stephan Geist
Beruf: Publizist und Autor
Argentinische Allee 119
14163 Berlin
Kontakt:
Telefon: 030 814 90 686
E-Mail: info@stephangeist.de
Ich habe auch eine Steuernummer obwohl ich hier nichts verkaufe. Egal, bevor sich jemand beschwert:
Finanzamt Berlin Zehlendorf
Steuernummer 25/303/61481

Es ist in meinen Augen der größte Schwachsinn. Doch es muss sein. Der Küchleinhinweis.

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Das wars

28. August 2016

Hallo Ihr Lieben

So, jetzt bin ich wieder zu Hause. Die Rückfahrt hat leider nicht ganz so geklappt, wie die Hinfahrt.

Am Morgen lies es sich noch gut an. Bus und Zillertalbahn fuhren pünktlich. Von Lenbach habe ich sogar eine Bahn früher nehmen können, als ursprünglich geplant. Ich war also überpünktlich in München am Flughafen.

Was nutzt das alles, wenn zum Boarding der Flughafenangestellte vermeldet, dass der Flug gestrichen worden ist. Maschine kaputt. Mal wieder. Ich frage mich ernsthaft, warum Airberlin pleite ist und die Lufthansa nicht. An Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Service kann es nicht liegen. Dabei war es mir doch so wichtig pünktlich in Berlin zu landen. Dann hätte es vielleicht geklappt, dem Nachwuchs noch mal persönlich Tschüss zu sagen, bevor er seine große Abenteuerreise antritt.

Es blieb bei einem Telefonat.

Zu Hause fehlte natürlich das schwarze Ungeheuer. Dafür entdeckte ich eine gefräßige Raupe in meinen Rosen. Sie lernte Fliegen, bevor sie zu Schmetterling wurde.

Ich mache mich jetzt erstmal daran die Fotos zu sortieren. Davon sollen nämlich einige in das nächste Abenteuerbuch, welches fest eingeplant ist. Erscheinungsdatum wahrscheinlich Ende Oktober. Wenn nichts dazwischen kommt.

Euch danke ich in der Zwischenzeit herzlich fürs Mitlesen, bis zum nächsten Abenteuer Urlaub

Liebe Grüße
Euer Ste

Wie überall und doch anders

26. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Der Urlaub neigt sich dem Ende entgegen. Morgen früh geht es wieder zurück. Es war eine schöne Zeit. Trotz des Schnupfens, der mich bis heute begleitet hat.

Hier noch ein paar Dinge, die bisher unerwähnt blieben:

Wie überall und doch anders

- Neulich wollte ich über das Junsjoch zurück und habe den Weg nicht gefunden. Ein paar Tage später frage ich die Bedienung der Hütte, zu der ich eigentlich laufen wollte, wo denn der Weg eigentlich verlaufen würde. Nicht nur ich habe ihn nicht gefunden. Sie konnte sich das nicht erklären, denn seit sechs Tagen wäre ein neuer Wanderweg eröffnet. Warum der nicht ausgeschildert ist konnte sie nicht sagen, denn die Lizumer Hütte liegt im Nachbartal und: „die Kommunikation mit denen ist nicht so toll.“ Es ist wie überall unter Nachbarn.

- Hier im Dorf sieht man eine Vielzahl orthodoxer Juden. Neulich Abend, als es so geregnet hat, kommt mir einer entgegen. Er hat, wie die anderen Gäste auch, ein Regencape übergezogen. Inklusive passgenauem, mit einem speziellem Reißverschluss versehenen Überzug für seinen Hut. Sieht schon seltsam aus. Ich google orthodoxe jüdische Kopfbedeckungen. Alles klar, was dem Deutschen sein Auto ist dem orthodoxen Juden sein Hut. Entsprechend sorgsam geht man natürlich damit um.

- Sonnentage erkennt man am besten an der Heuernte. Wenn es warm wird, wird gemäht. Im ganzen Tal riecht es seit Tagen nach frisch gemähtem Heu. Wunderbar.

Oder habe ich gar keinen Schnupfen, sondern eine unbekannte Grasallergie? Morgen gibt es wieder Stadtluft, dann werde ich es wissen.

- Der Tuxbach verläuft genau hinter dem Hotel. Der Inhaber wirbt sogar mit speziellen Angelkursen (Fliegenfischen). Seit 10 Tagen gehe ich jeden Tag den Bach entlang. Und wie jeden Tag komme ich mit dem Senior des Hauses ins Gespräch: „Und Herr Geist, haben Sie einen Fisch gesehen?, fragt er mich. „Nee, heute auch nicht“, lautet meine Antwort. „Aber es gibt welche“, versichert er mir. Ich glaube es mal. Immerhin gab es in den letzten Tagen reichlich (und sehr leckeres) Forellenfilet.

- Apropos Essen. Das Wetter ist ideal für Pilze. Kaum ein Tag vergeht, dass es nicht Pfifferlinge und Steinpilze auf die Speisekarte schaffen.

- Der Bus im Tal ist kostenfrei. Das ist gut. Die Strassen in den Bergen sind natürlich anders, als in der Stadt. Aber die Tuxer Busfahrer können, was den Fahrstil angeht, mit den Berliner Kollegen locker mithalten.

- Was die Ansprache der Fahrgäste angeht auch.

- Natürlich gibt es wie überall Stosszeiten, da wollen alle mit dem Bus fahren. Erfreulicherweise fahren in diesen Zeiten auch Zusatzbusse. Das war im letzten Jahr im Stubaital nicht der Fall. …und in Berlin? Versteh die Frage nicht…

- Ein Bussfahrer hat ein Einsehen und spielt im Radio Ö3. Erholung für die Ohren.

- Die Zigaretten sind hier billiger. Ich beschliesse eine ganze Stange als Souvenir mitzunehmen. „Eine ganze Stange? Ich schau mal“, antwortet die Kassiererin und sucht intensiv in einer Schublade unter ihrer Kasse. Nichts. Sie geht zur Kasse daneben. Sie sucht. Auch nichts. Auch an der dritten Kasse wird sie nicht fündig. Dann geht sie seufzend zu einem grossen grauen (und unverschlossenen!) Schrank direkt hinter mir. Er ist von oben bis unten voll mit Zigarettenstangen.

- Bilanz nach 12 Tagen Wandern: Nur einmal überholt. Und das unter erschwerten Bedingungen. Passt schon.

- Rekord am Morgen: Zwei Päckchen Tatüs in einer halben Stunde.

- Ca. 750 Fotos sind entstanden. Der Akku der Kamera steht immer noch bei 65 %. Warum schleppe ich eigentlich jedes Jahr dieses Ladegerät mit mir mit?

- Ein Stern (oder die ISS) leuchtet am Himmel. Genau über der Silhouette einer Tanne. Es sieht aus wie ein Weihnachtsbaum. Der Stern (oder die ISS) wandert von Baumspitze zu Baumspitze. Es ist der 24. - August.

- Ich habe es geschafft mich jeden Tag einzucremen. Kein Sonnenbrand in diesem Jahr. Also bis auf ein paar kleine Stellen. Bin halt kein Creme-Meister.

- Die Hütten sind (trotz der Ausrichtung auf die Wintersaison) urig und nett. Was es aber nicht braucht ist: Pangasius Filet im Angebot. (Gesehen am Regentag)

- An einem Morgen hatte ich die Brille zum Frühstück vergessen. Die Arme sind viel zu kurz, um die Menükarte für den Abend zu studieren. Gott sei Dank hatte ich das Clever-Telefon dabei. Und Gott sei Dank hat Apple gesture control entwickelt. (Foto gaaanz groß ziehen)

- Apropos Clever-Telefon. Das Hotel hat ein ordentliches und kostenfreies WLAN. Es reicht am Morgen und am Abend online zu sein. Das Auslandsdatenvolumen-Angebot (ja AT ist Ausland) meines Anbieters konnte ich so locker ausschlagen. Geld gespart und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass ich von der Grübelspitze keinen Post via Facebook senden muss. Es reicht, wenn besagter Anbieter mir SMS dorthin sendet, wenn ich gerade dabei bin ein Foto zu schiessen.

So, das war es aus Österreich. Von der Rückreise berichte ich morgen. (Ich hab schon gesehen, wieder ein Miniflieger von MUC nach TXL. Dabei habe ich es am Flughafen eilig, denn ich möchte dem Nachwuchs noch Tschüss sagen. https://mozaizhongguo.wordpress.com/author/momozaizhongguo/ Von wem hat er das bloss…

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Lieben Gruss

Euer Ste

Ein fröhlicher Tag

25. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Die Gedanken wanderten heute unter strahlend blauesten Himmel dahin.

Da kam mir ein Wanderer flotten Schrittes entgegen. Beide hielten wir an, um dem anderen Platz zu machen.

„Die Jugend zuerst“, sagte er zu mir.

„Danke für die Jugend“, entgegnete ich fröhlich grinsend und ging vorbei.

Lieben Gruss

Euer Ste

Ein (der) perfekte Tag

24. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Nicht EINE Wolke.

Den ganzen Tag nur blauer, ach was sag ich, azurblauer Himmel. Besser geht es einfach nicht.

Also auf zum Gletscher. Natürlich mir der Gondel.

Perfekte Sicht.

Ich packte mich in die Sonne und beobachtet das Gewusel aus Skifahrern, Wanderern und Turnschuhtouristen. Ein perfekter Menschen-Zoo.

Alles schön.

Am frühen Nachmittag fuhr ich wieder bergab. Aber nur zwei Sektionen. Bis ins Tal wollte ich dann laufen und auf der Bichlalm noch etwas essen.

Unterwegs begegnete mir wieder die Trecker Parade. Ganz schön hoch heute. Fröhlich winkend zogen sie an mir vorbei.

Auf der Alm holte ich sie wieder ein und es ergab sich das eine und andere Gespräch.

Also: Ein Wirt im Tal organisiert alle zwei Jahre eine Ausfahrt mit historischen Traktoren. Sie kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Sondergenehmigung fahren sie dann eine Woche lang die Almen im Tal auf und ab. Eine lustige und entspannte Truppe.

Wobei, als sich auf der Alm einige Kühe an den Fahrzeugen reiben wollten, war es mit dem Spass vorbei. So ein historischer Trecker ist kein Spielzeug und die Fahrer der betroffenen Fahrzeuge verscheuchten, unter großem Gejohle der Beobachter, flugs das Weidevieh.

Mit einem der Fahrer kam ich etwas länger ins Gespräch. Ein echtes bayrisches Original. Mit Schnupftabak, Gamshut und weißem Bart. Ganz wie im Bilderbuch.

Was ich gelernt habe (soweit ich ihn verstehen konnte): Bergab fahren alle nur im ersten Gang mit Motorbremse. Bis auf die ganz alten Lanz (die mit dem riesigen Hubraum). Die haben nämlich gar kein richtiges Getriebe und sind nur für das Flachland gebaut. Wenn sie Rückwärts fahren wollen lassen sie „einfach“ den Motor rückwärts laufen. Was wohl gar nicht so einfach ist. Aber es funktioniert. Was natürlich nicht geht, sind steile Strecken bergab. (Keine Motorbremse). Also werden sie verkehrt herum „abgeschleppt“. Das bedeutet ein Modell mit Motorbremse wird mit einem Seil hinten wie ein (Brems)Klotz angekoppelt. Ich wollt´s nicht glauben, bis ich es gesehen habe.

És wurde Nachmittag und alle wollten langsam ins Tal hinab. Ich zahlte und machte mich auf den Weg. Ich wählte die Forststrasse. Keine verkehrte Idee, denn schon bald kamen wieder die ersten Trecker an mir vorbei. Ich machte wie immer ordentlich Platz und winkte den Fahrern fröhlich zu.

Bergauf fahren sie immer in einer Reihe. Bergab halten sie etwas mehr Abstand und jeder wählt seinen eigenen Weg. Bergab können sie wohl frei wählen wohin sie fahren, dann haben sie sozusagen Tagesfreizeit.

Auf einmal hielt einer der Trecker neben mir.

„Möchts aufsteigen?“

Ich traute meinen Ohren nicht.

Ob ich was möchte?

NATÜRLICH!

Ich zwängte mich auf den Radkasten und laut knatternd ging es bergab.

Ich dachte immer meine APE ist ein Abenteuer, doch dieser Trecker (Baujahr 1959) war der absolute Hit. Es war genial!

In jeder Kurve musste ich mich ziemlich festhalten, um nicht vom Radkasten zu rutschen. So eine Forststrasse in den Bergen ist keine deutsche Autobahn. Das wackelte schon mächtig. Doch der Fahrer, ein Schweizer, hatte die Ruhe weg. Viel Reden konnten wir nicht, die Dinger sind echt ganz schön laut.

Trotzdem konnte ich mich zwischenzeitlich als quasi Schweizer Angestellter outen und verwies auf meine rot gebrandete Kappe.

Nach einer Weile mussten wir kurz anhalten, denn ein umgestürzter Baum versperrte den Weg. Forstarbeiter waren gerade dabei diesen zur Seite zu schaffen. Nach ein paar Minuten ging es weiter.

Und weiter ging es fröhlich knatternd den Berg hinab.

Am Ende der Forststrasse erreichten wir die Bundesstrasse im Tal.

„Wo musst du hin?“ fragte der Fahrer und fuhr fort: „ich muss nach rechts, Richtung Hintertux.“

„Ich muss nach links ,Richtung Lanersbach“, entgegnete ich.

„Kein Problem“. Und ab ging es nach links die Strasse hinab.

Es war einfach nur TOLL. GENIAL!

Bis nach Lanserbach brachte mich der freundliche Schweizer.

„Merci vielmals“ verabschiede ich mich, mein Glück nicht fassen könnend.

Der Schweizer winkte noch einmal, wendete und machte sich zurück auf den Weg nach Hintertux.

Ein perfekter Tag. Sonne, Gletscher und mit einem Oldtimer Traktor zurück.

Das ist… Glücklich sein.

Liebe Grüße

Euer Ste

Ein Tag am See oder das wahrscheinlich anstrengendste Bier meines Lebens

23. August 2016

Hallo Ihr Lieben

An das teuerste Bier meines Leben kann ich mich noch gut erinnern. Eine kleine Büchse für 10 Mark. Das war am Nordkap. Inflationsbereinigt wären das heute vielleicht 25 Euro. (Ist schon etwas her). Das anstrengendste Bier habe ich wahrscheinlich heute getrunken. Und das kam so…

Die letzten Regenwolken verschwanden in der Nacht. Das Wetter heute durchgängig top. Da kann man nicht mal als Berliner meckern.

Ich hatte ja noch die Torsee Wanderung auf der Karte. Wenn nicht heute, wann dann.

Zur Erinnerung: Die Torsee Wanderung war die mit ohne Einkehr. Also den Rucksack gut gepackt, eine Stunde früher wie üblich das Hotel verlassen und dann ging es hoch motiviert los.

Zuerst die zwanzig Minuten von Vorderlanersbach nach Lanersbach zur Egg-Bahn. Quasi als lockeres Warmlaufen. Alles easy.

Dann mit der Gondel nach oben. Dort war es schon deutlich wärmer, als erwartet. Also erstmal alles was nicht nötig war von mir geworfen und dann ging es 10 Minute vor 10:00 Uhr wirklich los.

Zuerst musste ich über die Grübelspitze. Hatte ich neulich schon gemacht. Ich wusste, was mich erwartet. Hochmotiviert und zügig ging es die ersten Meter bergauf. Die Spitze war schnell erreicht. Ich hielt mich gar nicht lange auf. Erstens war es ziemlich voll, nicht nur ich habe das gute Wetter ausgenutzt, auch waren mir hier zu viele Hunde und die wenigsten angeleint.

Weiter ging es erstmal wieder bergab, um dann noch mal steil anzusteigen. Tapfer kämpfte ich mich über das Ramsjoch. Auch hier hielt ich nicht lange inne (siehe oben) und ging zügig weiter Richtung Torsee. Jetzt bergab. Leider hatten die Kühe den Boden in den letzten regennassen Tagen total zertreten. Es war eine einzige Matsche. Aber der Ausblick und die Kulisse machten das wieder gut.

Als einer der ersten erreichte ich den Torsee. Es war herrlich und 12:00 Uhr. Ich muss wirklich gerannt sein. Eine Stunde schneller, als ausgeschrieben. Aber ich fühlte mich immer noch gut.

Was nun? Jetzt wieder runter? Dann bin ich spätestens um 14:30 zurück im Hotel. Und das bei dem herrlichen Wetter? Nee. Also Karte und Wegweiser studieren. Es gab da einen Abzweig zur Lizumer Hütte. Ca. 1 Std. Und bewirtschaftet. Warum nicht? Nun, zum Beispiel, weil es noch mal 500 Meter bergauf ging. Ach was soll´s. Eine Stunde ist eine Stunde.

Der Weg führte über ein weiteres Joch, Das Torjoch. Ca. 2500 Meter hoch. Wie gesagt, die Wege waren ziemlich zertrampelt und matschig. Aber es ging noch. Als ich über das Joch bin dachte ich, jetzt muss die Hütte (und das Bier) ja bald kommen. Dem war nicht so. Es zog sich noch ein ganzes Stück.

Aber die Fernsicht war grandios von da oben. Wirklich super. Ich hab den Fotoapparat gar nicht mehr weggepackt.

Es ging weiter den Berg hinunter und auf 2000 Metern Höhe erreichte ich gegen 13:30 die Hütte. Wegen der vielen Fotos hat es etwas länger gedauert.

Vor der Hütte erwartete mich erstmal ein ziemlich unangenehmer Hüttenhund. So eine Kampfmaschine ähnlich wie aus dem Film Scott und Huutsch. (ist schon etwas älter und nicht sehr beachtenswert (der Film) der Hund schon.)

Ich erreichte trotzdem die Terrasse. Mein Bier hatte ich mir jetzt wirklich verdient. Eine maulige Teenagerin brachte mir das dann auch nach einer Weile.

Zeit genug um mich mal um den Rückweg zu kümmern. Die Hütte liegt nämlich gar nicht mehr im Tuxertal, sondern „eins weiter“. Die Wege nach unten führen absolut nicht in meine Richtung.

Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder den gleichen Weg zurück oder über das Juns Joch. Beide Möglichkeiten hatten den Nachteil, dass es wieder 500-600 Meter bergauf ging.

Wenn schon, denn schon. Also das etwas höhere Juns Joch.

Ich verlies schnellen Fusses die unfreundliche Bedienung und den bedrohlichen Hüttenhund.

Der Weg führte erstmal etwas flacher, um dann steil nach oben über das Joch zuführen. Wahrscheinlich. Denn nach einer Weile war kein Weg mehr erkennbar. Auch eine Wandergruppe von vier jungen Herren wusste nicht so recht weiter.

Die vier jungen Herren suchten weiter tapfer den Weg. Die hatte aber in der Lizumer Hütte eingecheckt und hatten alle Zeit der Welt. Ich aber nicht und es wurde mir etwas unheimlich, denn so langsam aber sicher wurde die Zeit knapp.

Ich drehte also wieder um. Dann lieber den bekannten Weg zurück gehen.

Nach einer guten halben Stunde war ich wieder auf der Höhe der Hütte und machte mich auf, das Torjoch diesmal von der anderen Seite zu bezwingen. Der Umweg hat mich fast eine Stunde gekostet.

Für Fotos blieb daher nicht mehr viel Zeit. Denn der Weg war noch weit und die Zeit verrann und verrann. Um 15:00 Uhr hatte ich die Lizumer Hütte erneut passiert. Ich erinnerte mich an einen Wegweiser auf dem stand: Lanersbach 5 Stunden. Das würde 20:00 Uhr bedeuten. Da wird es im Tal schon dunkel und das Abendesse wäre auch schon vorbei. Also Tempo. (wie schon den ganzen Tag).

Die letzten Meter bergauf über das Joch waren die reinste Qual.

Dann wieder runter zum Torsee. Von dort aus sind noch mal 2-3 Stunden ausgeschildert bis nach Laners/Vorderlanersbach.

Ich zügig weiter. Was mir dabei zugute kam war, dass ich dieses Jahr deutlich trittsicherer bin, als im Vergangenen. Keine Ahnung warum, doch jetzt half es mir sehr. Im (sehr) zügigen Jogging Tempo ging es die (matschigen) Wiesen und Wege bergab. Eine Forststrasse war weit und breit nicht in Sicht.

Der Weg zog sich. Immer bergab. Der linke grosse Zeh hatte sich schon lange durch die aufgeweichte Socke gebohrt. Doch nicht stehen bleiben. Immer weiter, weiter, weiter..

Die Zeiangaben auf den Wegweisern korrelierten immer weniger mit meiner Uhr. Also das Tempo halten. Ausruhen kann man am Ende. Erstmal ankommen.

…Um 17:30! hatte ich Vorderlanersbach erreicht. Und war FERTICH. FIX UND FERTICH. Gute 2 1/2 Stunden von der Lizumer Hütte bis nach Vorderlanersbach. Das glaubt mir keiner.

Noch hatten die Geschäfte offen. Ich kaufte schnell noch eine Cola und eine Schachtel Zigaretten und machte es mir auf dem „Dorfplatz“ bequem. Erstmal verschnaufen.

Dann wankte ich die letzten Meter zum Hotel. Warf alles von mir, was ich hatte und begab mich unter die Dusche. (Nicht nur Schuhe und Socken waren dem Matsch ausgesetzt, auch die Beine sahen ziemlich mitgenommen aus).

Pünktlich erschien ich (bzw. mein Abbild) beim Abendessen.

Mein kleiner Abstecher zur Lizumer Hütte hat mich locker 1000 Höhenmeter und viel Zeit gekostet. Für EIN Bier. Wenn die Aussicht nicht so grandios gewesen wäre…

Und die war wirklich wunderbar. Gut 100 Fotos zeugen davon. Und trotz aller Anstrengungen hat es doch Spass gemacht und es war wieder ein wunderbarer Tag in den Bergen. Morgen verzichte ich aber auf spontane Abstecher.

Jetzt die Beine ausstrecken und schlafen. Morgen soll es wieder schön werden und der Gletscher wartet.

Bis dahin lieben Grüße

Euer Ste

Ein kalter Tag

22. August 2016

Wie versprochen hat der Regen in der Nacht aufgehört. Doch es hat sich deutlich abgekühlt. Die Sonne kämpfte sich langsam durch die Wolken am Himmel, tat sich aber beim erwärmen der Luft sehr schwer.

Durch die kühlen Temperaturen war ich heute Morgen etwas lustlos. Erstmal mit dem Bus bis zum Talende. Dann mal sehen.

Die Busse kamen heute nicht ganz nach Fahrplan, da die Traktor Parade (siehe gestern) weiter durch das Tal tuckelt. Am Morgen zogen sie wieder in geschlossener Formation an mir vorbei, als ich an der Bushaltestelle vor dem Hotel stand und auf den Bus wartete.

Sie sind recht nett und eindrucksvoll anzusehen, legten aber den kompletten Verkehr im Tal lahm. So einfach ist es halt nicht für die anderen Verkehrsteilnehmer, an zwanzig historischen Traktoren vorbeizukommen.

Welches genaue Ziel sie haben ist nicht recht ersichtlich. Sie fahren halt den ganzen Tag kreuz und quer durch das Tal. So kann man natürlich auch seinen Urlaub verbringen.

Morgens fahren sie noch in einer Reihe. Am Nachmittag begegnet man mal hier den einen, dann wieder zwei anderen ein paar Ecken weiter. Zu hören sind sie oft schon von weitem, denn einige Modelle haben ziemlich mächtige Einzylinder Motoren. Ich hab das mal gegoogelt. Einige Lanz Motoren haben tatsächlich 10- teilweise 15 Liter Hubraum. Als Einzylinder. Das klingt schon sehr beeindruckend.

Wie gesagt, war ich etwas lustlos und bin einfach mit der Gondel hoch und dann einen einfachen Talweg gemächlich hinunter. Es war halt etwas schattig und ich kam nicht richtig in die Gänge. Aber ab morgen soll es wieder richtig warm werden. Ich hoffe das mal.

Mit dem Bus bin ich dann am frühen Nachmittag wieder Richtung Vorderlanersbach. Aber nicht ganz bis zum Hotel, sondern nur bis Lanersbach. Dort begab ich mich in ein Café und genoss Himbeerkuchen und Kaffee. Wenn schon faul, dann richtig.

Von dort aus trottete ich wieder nach Vorderlanersbach und zwang mich im Hotel zu einem ausgiebigen Nachmittagsschlaf. Irgendwas muss man am Tag ja leisten. Der Mensch hat´s nicht einfach. Auch nicht im Urlaub.

Ich hoffe Ihr hattet einen aktiven Start in die Woche.

Lieben Gruß

Euer Ste

Ein Regen Tag

21. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Der Wetterfrosch, der den täglichen Wetterbericht schreibt hat im Kurs „positiv formulieren“ bestimmt eine Eins Plus erhalten.

Überschrift: Der Sommer bereitet sich auf den Endspurt vor!

Weiter im Text: …gibt es am Sonntagmorgen noch starke Bewölkung und einige Schauer. Sie klingen zwar bald ab, so richtig schön wird es aber nicht. Schon ab Mittag entstehen in der feuchten Kaltluft neue Schauer, die überraschend kräftig ausfallen können. „Genießen“ wir sie, so bald werden wir so ein Wetter nicht mehr erleben…“

So kann man Dauerregen auch beschreiben.

Gar so schlimm war es aber nicht. Trotz des morgendlichen Nieselregens machte ich mich auf den Weg. Schließlich wollte ich die neu erstandene Outdoor Jacke nicht umsonst mitgeschleppt haben (war ein Schnäppchen bei Aldi für keine zwanzig Euro). Mal sehen wie weit der Werbetexter der Aldi Jacke daneben liegt. (atmungsaktiv, Regen abweisend etc)

Heute ging es erstmal ohne Gondel den Tuxbach entlang Richtung Talende. Der Regen war weniger heftig, als angekündigt, also zweigte ich ab und ging einen Forstweg bergauf. Nach kurzer Zeit kam mir ein Traktor entgegen, dann noch einer. Und noch einer…am Ende waren es ca. zwanzig, gut gepflegte, teilweise historische, bunt geschmückte Traktoren, die vom Berg ins Tal fuhren. Gestern Unimogs, heute Traktoren. Irgendwie habe ich es in diesem Urlaub mit sonderbaren Fahrzeugen an unerwarteten Orten.

Unten im Tal war Holzhackerfest. Sicher waren sie auf dem Weg dahin. Warum sie vorher den Umweg über die Alm genommen haben kann ich nicht sagen. Aber alle Fahrzeuglenker winkten fröhlich dem jungen Herren in seiner himmelblauen neuen Aldi Outdoor Jacke zu, die tapfer dem Werbeversprechen standhielt (atmungsaktiv, Regen abweisend).

Die Trecker abwärts- ich weiter aufwärts. Der Regen wurde etwas stärker und ich erreichte die erste Alm. Das war auch ganz gut so, denn langsam hatte ich den Eindruck die Jacke leitet den Regen aktiv von aussen nach innen und hält die Luft an, damit die Atmungsaktivität (Deutsch: Schwitzen) gut geschützt im inneren bleibt. Ich überlegte, ob ich die Jacke verkehrt herum angezogen hatte? Nein, das blaue nach aussen. Ich hab alles richtig gemacht.

Trotz des Regens blieb ich (gut geschützt) draussen sitzen. Dann ist der Temperatur Kontrast beim wieder weiter gehen nicht so groß. Ich hielt mich auch gar nicht lange auf. Es war erst halb zwölf. Ein wenig weiter gab es noch eine Alm. Dort wollte ich dann richtig einkehren und etwas essen.

Der Weg führte danach durch den Wald. Dort merkt man den Regen nicht so sehr und die fehlende Bergsicht stört auch nicht. Soweit alles gut.

Dann führte der Weg über eine von Kühen zertrampelte Wiese. Der Regen hatte fast aufgehört, dafür waren spätestens jetzt die Füße klitsch nass. Und die Schuhe sahen aus- nein, sprechen wir nicht darüber. Kühe halt.

In der zweiten Alm setzte ich mich dann nach drinnen. Alm klingt immer so urtümlich. Die Dinger nennen sich ja auch so. Doch dies ist ein Ski Gebiet. Man sollte Abstand von dem Gedanken nehmen, dass es sich bei den Almen um kleine hutzlige Holzhäuser handelt. Holz ja, aber ausgerichtet für wilde Apres Ski Partys. Im Winter möchte ich nicht hier sein.

Warum ich das Schreibe: Also drinnen war es im Hauptraum angenehm. Ein Holzfeuer im offenen Kamin verbreitete eine angenehme Wärme. Leider dudelte wie überall Ö 1 Tirol. Ein Programm, das im Musikangebot in den späten Siebzigern, Anfang Achtziger stehen geblieben ist. Schlager, die ich längst verdrängt habe und als einziges englischsprachiges Stück, Simon und Garfunkel mit Sounds of Silence. Soweit so schlimm. (Wirklich schlimm)

In einem nicht sonderlich abgetrennten zweiten Raum lief so eine Art „Veranstaltung“. Mit DJ. Dieser spielte im Grunde nichts anderes, als die im Radio. Nur nicht zur gleichen Zeit. Wie gesagt, nicht sonderlich abgetrennt der Raum.

Akustisch war das eine „interessante“ Gemengelage. Ich hoffte die eh schon strapazierten Ohren (links ist noch echt nicht gut) würden es überleben. Was sollte ich machen, die Jacke wollte getrocknet werden.

Die Gulaschsuppe war gut, der Wein trocken und die Jacke dank des Kaminfeuers bald auch und ich verließ den akustisch fragwürdigen Ort.

Der Regen hatte mittlerweile aufgehört. Aber der Himmel war wolkenverhangen. Mäßig gemütlich, durch den Wald und über Wiesen matschte ich mich gen Tal. Fragt nicht, wie die Hose aussieht. Und 500 Höhenmeter waren es schon, die ich aufgestiegen bin, so zog sich der Weg etwas.

Unterwegs traf ich noch mal zwei der vormals zwanzig Traktoren, die sich offensichtlich verfahren hatten und ein paar Kühe vor sich hertrieben. Ich möchte nicht wissen, was die Fahrer in der Zwischenzeit getru..gemacht haben, denn jetzt winkten sie nicht mehr dem Wanderer in der blauen Aldi Outdoor Jacke sondern den Kühen.

Gegen 16:30 Uhr war ich wieder am Hotel. Gerade recht, denn das Wetter wollte wieder dem Wetterbericht genüge tun und es wurde feucht. Auf Regen hatte ich keine Lust mehr. Vielmehr auf eine heiße Dusche.

Danach noch 1 Stunde ins Bett. HERRLICH.

Dann Abendessen, Verdauungsschnaps und fertig für heute.

Ich bin gespannt, was mich morgen erwartet.

Euch einen guten Start in die Woche.

Euer
Ste

Halbzeit

20. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Halbzeit, Bergfest, wie auch immer. Bis auf diese lästige Erkältung hat bisher alles wunderbar geklappt.

So auch heute. In der Nacht hatte es noch geregnet, doch heute Vormittag war der Himmel wolkenlos. Azurblauer Himmel.

Für den Nachmittag wurde allerdings mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Regen vorausgesagt. Bei dem blauen Himmel mochte man das gar nicht glauben.

Wohin also heute. Gletscher, Torsee? Nun für letzteres bin ich noch nicht fit genug. Das verschieben wir mal auf nächste Woche. Allerdings könnte eine Trainingseinheit für die Torsee Wanderung nicht schaden. Die hat es nämlich in sich. Der Torsee liegt etwas unterhalb des höchsten Punktes der Wanderung. Das dumme, wenn man am höchsten Punkt angelangt ist, geht man erstmal wieder alles bergab, was man vorher erklommen hat, um dann fast noch mal die gleichen Höhenmeter wie am Anfang hochzulaufen. Und das ohne jede Hütten/Alm Belohnung.

Dann trainieren wir das mal. Erstmal mit der Gondel bergauf. Dann über zwei Almen (mit Belohnung) bergab. Und alles bei bestem Wetter. Dann hätte man ca. eine Stunde bergab ins Dorf wandern können oder ca. eine Stunde zurück auf die Eggalm aufwärts und dann mit der Gondel ins Tal. Nun, ich wollte trainieren - also los, ist ja auch schon drei und die letzte Gondel fährt um halb fünf.

45 Minuten hab ich gebraucht. Und war fertig. Fix und fertig, absolut KO. Auf der Eggalm brauchte es eine Notversorgung: Cola und Kaffee. Und zwar ganz schnell. Zucker und Koffein können nie schaden. Ich war wirklich platt und der Kreislauf krauchte auf allen Vieren.

Nach einer halben Stunde ging es wieder. Schnell nach unten. Ich wollte noch was einkaufen. Es ist Wochenende. Im örtlichen SPAR Markt habe ich mich dann erstmal mit Traubenzucker (mit Magnesiumanteil) Schokoriegel und Cola eingedeckt. So ein erste Hilfe Set muss sein. Besonders, wenn es am Torsee keine Einkehrmöglichkeit gibt. Wenn morgen das Wetter es hergibt, würde ich es wagen. Es muss aber wirklich gutes Wetter sein, sonst macht das keinen Spass.

Was gab es sonst noch? Ach ja. Ich habe schon viele Varianten gesehen, wie man sich in den Bergen bewegen kann. Per Fahrrad, Gondel, zu Fuss, abwärts mit dem Gleitschirm. Heute sah ich drei ausserordentlich gut gepflegte alte Unimogs, die über die Feldstrassen durch die Berge fuhren. Auch ein Hobby.

Am späten Nachmittag erreichte ich wieder das Hotel. Keine Minute zu spät, denn pünktlich als ich vor der Tür stand begann es zu regnen. Und das tat es dann auch bis in den Abend hinein. Ob das morgen was wird mit der Wanderung zum Torsee? Mal sehen. Di, Mi, Do ist jedenfalls bestes Wetter vorausgesagt. An einem Tag wird es schon klappen. Und vorbereitet bin ich ja jetzt.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag

Liebe Grüße

Euer Stephan

Ein schöner Tag

19. August 2016

Hallo Ihr Lieben

Das mit den Abenteuern hält sich weiterhin in Grenzen. Es sei denn es ist ein Abenteuer nach einem schönen Tag am Abend auf dem Balkon zu sitzen und den Vollmond anzuschauen, wie er langsam über die Berggipfel wandert. Für mich bleibt das schon etwas besonderes.

Das Wetter war heute durchwachsen. Allerdings bin ich ziemlich gut durch die Wolken gekommen. Wenn ich im Lotto so viel Glück hätte, wie hier mit dem Wetter wäre ich Multimillionär.

Am Morgen ging es los, fast den gleichen Weg wie vorgestern, allerdings eine Nummer höher. Ja, es war anstrengend. Aber der Ausblick hat sich gelohnt.

Ganz nebenbei bin ich heute das erste mal am Berg von so einem Jugendlichen von knapp 30 Jahren überholt worden. Das war weniger frustrierend als gedacht. Ich habe mich auch gar nicht gross gewehrt. Es wäre sinnlos gewesen. Ganz so, als ob Nico Rosberg mit seinem Mercedes an einem Haas vorbeizieht. Keine Chance, einfach die blauen Flaggen akzeptieren und vorbeilassen.

(Natürlich war ich durch die Erkältung total geschwächt, morgen Bursche werden wir uns wieder sehen)

Mittags konnte ich auf einer Almhütte dann erfahren, was wechselndes Wetter in den Bergen bedeutet. Im fünf Minutenabstand hiess es Jacke anziehen, weil Wolken und Regen, dann wieder alles von sich werfen, weil die Sonne raus kam und es sofort sommerlich heiss wurde.

Nach einer guten Stunde hatte ich genug und nutze eine grosse Wolkenlücke um wieder ins Tal zu wandern. Durch den Wald ging es bei schönem mildem Sommerwetter bergab. Kann man kaum beschreiben, einfach laufen und die Gedanken wandern lassen.

Im Tal gönnte ich mir ein paar Landjäger und machte es mir am Tuxbach in der Nachmittagssonne bequem.

Alles wie im Bilderbuch.

Dann leckeres Abendessen und ein Schnapserl in der guten Stube.

Was willste mehr…

Und dann wie erwähnt dieser schöne Vollmond, der die letzten Wolken anstrahlt und den Himmel hell erleuchtet. Man kann es kaum beschreiben, nicht fotografieren, vielleicht malen. Ein schöner Abschluss eines schönen Tages.

Euch ein schönes Wochenende

Liebe Grüße

Euer Ste